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Sonnenenergie – Der Joker der Energiewende!

Klimaschutzsiedlung Ibbenbüren Klimaschutzsiedlung Ibbenbüren

Sonnenenergie ist unsere wichtigste Energiequelle.

 

Wie diese am sinnvollsten genutzt werden kann, darüber kann man sich heftig streiten - aber warum eigentlich?
Jede Technik hat ihre Vor- und Nachteile. Für unterschiedliche Anwendungen (Wärme oder Elektrizität) gibt es unterschiedliche Systeme.
Der Wunsch nach einer einfachen und universellen Lösung (Wahrheit) macht uns manchmal blind für neue und innovative Möglichkeiten. Wir beurteilen gerne auf Basis von Erfahrung und übersehen daher manchmal Entwicklungschancen.
Uns ist es daher wichtig, zunächst zu fragen: "Welche Technik kann ich wie einsetzen, so dass sie für uns den größten Nutzen bringt?"
Die Frage nach dem Nutzen ist hierbei aber auch immer eine Frage der Systemgrenze. Handelt es sich um einen persönlichen Nutzen, den Nutzen einer kleinen Gemeinschaft oder dient es dem Gemeinwohl schlechthin. Dies kann letztlich zu völlig unterschiedlichen Konzepten führen. Aufgabe der Politik sollte es hierbei sein, dass Große/Ganze zum Gemeinwohl aller im Auge zu halten.


Die Fotovoltaik ist eine wichtige und notwendige Technologie.


Diese Technik alleine als Heilsbringer zu betrachten, kann aber fatale Folgen haben.
In Kombination mit anderen Techniken, insbesondere durch den verstärken Einsatz der Solarthermie, kann bei einer integralen Betrachtung die wirtschaftliche Umsetzung der Energiewende deutlich verbessert werden. Durch eine intelligente Integration von Solarthermie können die Kosten für zusätzlichen Netzausbau und Schaffung von Regelenergie deutlich reduziert werden. Dies ist eine Betrachtung, die zunächst ungewöhnlich und neu erscheint, bei genauerer Betrachtung aber hochinteressante Potentiale eröffnen kann.

 

Elektrifizierung der Wärmeversorgung - Weg in die Abhängigkeit?!

Ich halte die zunehmende Elektrifizierung der Wärmeversorgung für eine fatale Entwicklung, die statt uns resilienter zu machen, uns zunehmend in die Abhängigkeit bringt, da wir das Speicherproblem in viel zu kleine Netze verlagern. Das kann ziemlich teuer werden und hat nichts mehr mit den wirtschaftlichen Vorteilen einer Fotovoltaikanlage zu tun, die den Eigenbedarf deckt. Das ist eine grundsätzlich andere Betrachtung.

Ganzeitliches Energiekonzept schaft größe Unabhängigkeit und Fehlertolleranz (Resilienz)

So haben wir mit einer Kombination aus Wärmepumpe, NT-Speicher, Solarthermie und Fotovoltaik trotz schlechter Rahmenbedingungen aus dem Stand heraus eine gemessene Systemarbeitszahl von 6,1 erreicht. In einem aktuellen Projekt erwarten wir eine Systemarbeitszahl > 8. Durch die Solarthermie könnten wir die Effizienz der Wärmepumpe anheben und unter bestimmten Voraussetzungen 100% autarke Anlagen bauen, die nicht nur bilanziell, sondern auch real autark sind. Wir sind zuversichtlich, dass wir die Systemarbeitszahl noch weiter optimieren können.
Uns geht es in unseren Planungen und Konzeptentwicklungen darum, die Potentiale der Solarthermie für sich, aber vor allem in Kombination mit der Wärmepumpe und Fotovoltaik insgesamt zu optimieren. Wir sprechen hierbei auch von einer exergetisch optimierten Anlagenplanung. Dieser Ansatz unterscheidet sich zum Teil erheblich von dem, was wir in den letzten 200 Jahre so an Heizungstechnik betrieben haben.

 

Offener Brief und Kritik zur VDI Studie - Fotovoltaik-Joker der Energiewende?


Leider wurde in der Studie des VDI Fotovoltaik-Joker der Energiewende? die Fotovoltaik mehr oder weniger als konkurrenzlos dargestellt.
Dies hat mich dazu verlasst, einen offenen Brief an den VDI zu schreiben. Dieser wurde bislang auch in den Onlinepublikationen:
Solare Wärme - Das Solarthermie Jahrbuch und dem pv-magazine veröffentlicht.

 

Jörg Linnig auf dem Flachdach der Klimaschutzsiedlung Ibbenbüren

Mit sonnigen Grüßen

Jörg Linnig

 

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Bildnachweis und -beschreibung:

Auf dem Titelfoto ist die Südansicht der Klimaschutzsiedlung Ibbenbüren zu sehen. Auf dem Portraitfoto ist der Autor vor der thermischen Kollektoranlage (links) und der bereits teilweise errichteten Fotovoltaikanlage (links) zu sehen. Die thermische Kollektoranlage besteht aus 19 m² unter 45° auf dem Flachdach aufgeständerten Vakuumröhrenkollektoren. An der Brüstung des Balkons des Staffelgeschosses sind weitere 46 m² Kollektorfläche.unter 75° Neigung angebracht.

Die Vakuumröhrenkollektoren stammen von einem innovativen Kollektorhersteller aus Norditalien, der Fa. Pleion. (siehe auch Bau-Effizient.de)

(c) Fotos Ingenieurbüro EUKON

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